Was ist die richtige Unterkonstruktion für Terrassen?

Beim Bau einer Unterkonstruktion für die Terrasse zeichnet ein Mann etwas auf einem Holzbalken anFoto: © fancycrave, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pexels.com

Wer schon immer den Traum von einer eigenen Terrasse hatte, der sollte unbedingt in eine hochwertige Unterkonstruktion investieren. Denn diese sorgt für Stabilität und Haltbarkeit des idyllischen Außenbereichs. Wer einen ebenen Betonboden vorliegen hat, muss sich nur wenige Gedanken machen. Doch das haben wohl die wenigsten. Wie sieht also die richtige Unterkonstruktion für eine Terrasse aus? Das erfahren Sie hier bei uns!

Welches Material für die Unterkonstruktion?

Zunächst müssen Sie sich für ein Material entscheiden. Hierbei sollten Sie am besten für die Unterkonstruktion das gleiche nutzen, aus dem auch Ihre Terrasse selbst bestehen soll. Das bedeutet, wer tropische Hartholzdielen verwenden möchte, sollte die gleiche Holzart auch für die Unterkonstruktion verwenden. Der Grund: Was nützen einem lang haltbare Holzdielen, wenn unter ihnen alles schon nach kurzer Zeit vergammelt?

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Es gibt jedoch auch die Variante, Aluschienen oder spezielle Profile zu verwenden (zum Beispiel bei WPC-Dielen). Diese können etwa auf alten Gehweg- oder neuen Terrassenplatten liegen. Auch alte Fundamente können dafür genutzt werden.

Steinterrassen sind meist zu schwer für eine Holzkonstruktion. Doch dafür verrottet dieses Material nicht. Darum wird hier als Unterkonstruktion ein Kies- oder Mörtelbett verwendet.

Ebene Fläche vs. Hanglage

Wer eine ebene Fläche zur Verfügung hat, hat auf den ersten Blick weniger Aufwand bei der Unterkonstruktion. Doch Tatsache ist, dass sogar bei einem komplett geraden Boden ein gewisses Gefälle eingeplant werden muss. Das liegt daran, dass Wasser später ablaufen können muss, ansonsten schädigt es das Holz. Dazu rechnet man etwa 2%, das bedeutet, je laufenden Meter senken sich die Dielen um 2 cm ab.

Aber natürlich bedarf eine Hanglage etwas mehr Vorbereitung. Hier arbeitet man mit Stelzen und höhenverstellbaren Profilen, die je nachdem an den Untergrund angepasst werden können. So entsteht oben eine gerade Ebene, auch wenn unterhalb der Terrasse sich eine kleine Hügellandschaft befindet.

Ab einer bestimmten Höhe der Terrasse (65 cm) müssen zudem gewisse Vorschriften beachtet werden. Beispielsweise braucht sie dann auf jeden Fall ein Geländer. Es müssen auch in Sachen Statik einige Vorgaben eingehalten werden. Hier ist die Unterstützung durch einen Profi ratsam, der auch alle eventuell noch nötigen Baugenehmigungen einholen kann.

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Wie sieht der Aufbau der Terrassenunterkonstruktion aus?

Um einen kleinen Eindruck zu gewähren, wollen wir anhand einer Holzterrasse die Unterkonstruktion kurz erklären. Unser Beispiel soll direkt an das Haus anschließen und weist keine größere Hanglage auf.

Der Boden

Als erstes muss dafür gesorgt werden, dass ein ebener und stabiler Untergrund vorliegt. Dafür koffert man in der Größe der geplanten Terrasse den Boden zunächst ausreichend tief (ca. 40-80 cm) aus. Hier hinein kommt eine Schicht Schotter (ca. 25-65 cm), welche zugleich für Stabilität und Frostschutz sorgt.

Der Schotter muss Schicht für Schicht aufgetragen und immer wieder verfestigt werden (z.B. mit einer Rüttelplatte). Darüber kommt eine etwas dünnere Schicht Splitt (ca. 15 cm, dadurch kann Wasser sehr gut versickern) sowie am besten ein Unkrautvlies.

Die Unterkonstruktion

Als nächstes müssen Steinplatten als Auflage für die Dielen im richtigen Abstand auf der Fläche verteilt werden. Dieser ergibt sich aus dem Verlegemuster der Dielen und muss individuell errechnet werden. Sie bilden das Fundament, auf dem nun die eigentlichen Elemente der Unterkonstruktion – Holzbalken – befestigt werden können.

Diese müssen unbedingt mit einem Gummigranulatpad unterlegt werden, da sonst wieder Gefahr besteht, dass das Holz fault, wenn Wasser dazwischen gerät, anschließend aber nicht gut abtrocknen kann. Anschließend kann alles befestigt werden. Dabei muss man unbedingt auf die richtigen Abstände achten, denn Holz arbeitet. Es kann zu Spannungen oder sogar Schäden kommen, wenn hier nicht genug Luft einkalkuliert wird.

Damit ist die Unterkonstruktion fertig. Als konstruktiven Holzschutz kann man noch die Schnittkanten versiegeln. Man sollte außerdem später beim Verlegen der Dielen wieder mit Abstandshaltern arbeiten, damit das Wasser immer rundherum gut und zügig abfließen bzw. trocknen kann und sowohl Holzterrasse, als auch Holzunterkonstruktion lange schön bleiben.
Quellen
www.meyerparkett.de/…/aufbau-der-terrassen-unterkonstruktion